Fast jeder vierte Sauerländer leidet unter Schmerzen in den Gelenken. Am häufigsten werden Gelenkschmerzen durch Verschleißerscheinungen (Arthrose) an Hüft- und Kniegelenken ausgelöst. Leider ist die Arthrose (noch) nicht heilbar, die Beschwerden lassen sich aber durch geeignete Maßnahmen erheblich verbessern. In fortgeschrittenem Stadium kommt allerdings nicht selten nur noch der endoprothetische Gelenkersatz in Frage. Daher ist es umso bedeutender, rechtzeitig Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern bzw. den Zeitpunkt einer Gelenkoperation hinauszuzögern.
Um über die Möglichkeiten der Vorbeugung, Diagnostik und Therapie zu informieren, lädt das Alexianer Klinikum Hochsauerland am 15.07.2026, 18 bis ca. 19:30 Uhr zu einem öffentlichen Vortragsabend ins Fletcher Hotel Sundern-Sorpesee (ehem. Sunderland Hotel), Rathausplatz 2 in Sundern ein.
Christian Hoff, Sektionsleiter Endoprothetik und Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung (EPZMax) der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, erläutert wie Knie- und Hüftbeschwerden entstehen, welche konservativen und gelenkerhaltenden Therapien sinnvoll sind und wann ein Gelenkersatz ratsam sein kann.
„Ein künstliches Gelenk ist eine exzellente Option, aber immer der letzte Schritt“, so Hoff. „Zuvor sollten alle konservativen und operativen Möglichkeiten ausgeschöpft sein, um das eigene Gelenk so lange wie möglich funktionsfähig zu erhalten.“
Ist der Leidensdruck durch Schmerzen und Bewegungseinschränkung jedoch zu groß und die Knorpelschicht im Gelenk weitgehend zerstört, ist ein Gelenkersatz oft die einzige Möglichkeit, den Patienten ihre Mobilität und Lebensfreude zurückzugeben. Dank präziser Diagnostik, schonender Operationsverfahren, hochwertiger Implantate und individueller KI-gestützter Planung ermöglicht die moderne Knie- und Hüftendoprothetik hervorragende Ergebnisse. Viele Patienten können schon kurz nach dem Eingriff wieder schmerzfrei gehen und kehren innerhalb weniger Wochen in ihren aktiven Alltag zurück.
Im Anschluss an den Vortrag stehen die Referenten jeweils für individuelle Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten, die mehr über die Gesundheit ihrer Gelenke erfahren möchten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.