Gedächtnisambulanz
Hier sind Anmeldungen weiter möglich.
Jeder Mensch wird dement, sofern er alt genug wird. Während manche Menschen bis ins hohe Alter ein gutes Gedächtnis bewahren, haben andere schon mit 50 erste Defizite. Neben genetischen Faktoren spielen verschiedene Risikofaktoren dafür eine Rolle
Haben Sie Zweifel an ihrem Gedächtnis oder der Gedächtnisleistung Ihrer Angehörigen?
Oft fängt es ganz harmlos an und erst das wiederholte Auftreten löst den Gedanken an eine beginnende Demenz aus: Streit, weil der Partner sagt „das habe ich Dir doch gesagt“ und man sich nicht daran erinnert, vergessene Termine, verlegte Gegenstände. Ist dies nur dem aktuellen Stress geschuldet, ist es der normale „Zahn der Zeit“ oder erste Anzeichen einer sich entwickelnden Demenz?
Gedächtnissprechstunde:
Die von der Geriatrie und der Psychiatrie am Alexianer Klinikum Hochsauerland, Standort St. Johannes Hospital, gemeinsam betriebene Gedächtnisambulanz hat das Ziel frühzeitig bei Betroffenen eine dementielle Entwicklung aufzuzeigen oder „Entwarnung zu geben“. Die entsprechenden Untersuchungen sind organisatorisch in die Psychiatrische Institutsambulanz eingebunden. Anmeldungen erfolgen unter der Nummer: 02932-980-243709.
Was wird gemacht?
Zu Beginn erfolgt ein ausführliches Arztgespräch. Idealerweise wird dies von einem Angehörigen begleitet, der aus seiner Sicht Veränderungen des Betroffenen beschreiben kann. Im Rahmen des Gespräches erfolgt auch eine körperliche und neurologische Untersuchung, mitgebrachte Untersuchungsbefunde (siehe unten) werden gesichtet. Je nach dem Ergebnis des Arztgespräches erfolgt eine sogenannte neuropsychologische Testung durch Psychologen. Anhand standardisierter Tests wird u.a. die Gedächtnisleistung und die Konzentration untersucht. Zuletzt werden, falls notwendig, noch Blut abgenommen für weitere Untersuchungen und ggf. eine Überweisung für eine Kernspin-Untersuchung des Kopfes mitgegeben. In einem zweiten Termin, wenn alle Befunde vorliegen, werden die Ergebnisse und ggf. Behandlungsmöglichkeiten besprochen sowie durch die Familiale Pflege des Klinikums Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Falls im Rahmen der Diagnostik eine dementielle Entwicklung festgestellt wurde, steht neben der Beratung bzgl. Unterstützungsmöglichkeiten, auch der Angehörigen, die Abklärung der Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund. Bei vaskulären Demenzen (Durchblutungsstörungen, umgangssprachlich oft als „Verkalkung“ bezeichnet) geht es vor allem um die Reduzierung von Gefäß-Risiken (Blutdruck, Cholesterin, Rauchen, ….). Bei Demenzen vom Alzheimer-Typ gibt es verschiedene medikamentöse Behandlungsformen – je nach Schweregrad der Demenz. Wir bieten auch die Behandlung mit Antikörper-Infusionen an, die sonst überwiegend nur an universitären Zentren möglich sind.
Was bringen Sie mit?
- Krankenkassen-Karte
- Überweisung vom Hausarzt
- Möglichst einen Angehörigen, der aus seiner Sicht Veränderungen schildert
- Sofern vorhanden MRT (Kernspin) vom Kopf
- Wenn möglich aktuelle Laborergebnisse mit Blutbild, Elektrolyten, Leber- und Nierenwerten sowie Schilddrüsen-Werte