Mit der neuen chefärztlichen Leitung wird die Notfallmedizin organisatorisch weiter gestärkt und als eigenständige Klinik für die Standorte Hüsten und Meschede weiterentwickelt.
Mit seiner langjährigen Erfahrung in der präklinischen und innerklinischen Notfallmedizin sowie im Aufbau und in der Weiterentwicklung fachübergreifender Versorgungsstrukturen bringt Jan Kuhse umfassende Expertise für diese Aufgabe mit. Ziel ist es, die Abläufe in der Akut- und Notfallversorgung weiter zu optimieren, die Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen standortübergreifend zu stärken und Patientinnen und Patienten noch schneller und zielgerichteter der jeweils passenden Versorgungsstruktur zuzuführen.
Die Zentrale Notaufnahme am Karolinen-Hospital Hüsten nimmt eine herausragende Rolle in der notfallmedizinischen Versorgung der Region ein. Mit circa 43.000 Patientenkontakten im Jahr 2025 ist sie eine der zentralen Anlaufstellen für Akut- und Notfallmedizin im Hochsauerlandkreis und den angrenzenden Regionen. Aufgrund des breiten medizinischen Leistungsspektrums der angebundenen Kliniken ist das Karolinen-Hospital als einzige Einrichtung im weiten Umfeld in der höchsten von drei Notfallversorgungsstufen, der umfassenden Notfallversorgung, klassifiziert.
Auch die Notaufnahme am Standort St. Walburga-Krankenhaus in Meschede ist als zentral im HSK gelegener Grund- und Regelversorger incl. leistungsfähiger kardiologischer und traumatologischer Notfallversorgung (regionales Traumazentrum) und circa 20.000 Patientenkontakten ein bedeutender Bestandteil der regionalen Akutversorgung. Durch die standortübergreifende Klinik sollen die Notfallstrukturen künftig noch enger miteinander vernetzt werden. Einheitliche Standards, klare Schnittstellen und eine frühestmögliche strukturierte Steuerung von Patientenströmen sollen dazu beitragen, Versorgungsprozesse weiter zu verbessern und Synergien zwischen den Standorten konsequent zu nutzen.
„Die Notaufnahmen sind ein zentrales Eingangstor zum Alexianer Klinikum Hochsauerland – und im Zuge der Krankenhausreform wichtiger denn je. Die Schaffung der neuen Chefarztposition ist ein klares Signal nach innen und außen, dass wir diesen Bereich nachhaltig stärken und die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten, Rettungsdiensten sowie niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten kontinuierlich weiter verbessern wollen“, betont Sanja Popić, Regionalgeschäftsführerin des Alexianer Klinikums Hochsauerland.
„Wir freuen uns sehr, dass Berufungsausschuss und Gesellschafterversammlung mit Jan Kuhse einen hochqualifizierten internen Bewerber ausgewählt haben, der das Team, die bestehenden Strukturen und die besonderen Anforderungen der Notfallversorgung sehr gut kennt. Er steht für fachliche Exzellenz, klare Prozesse und den direkten Austausch mit den an der Notfallversorgung beteiligten internen wie externen Partnern“, ergänzt Michael Gesenhues, Regionalgeschäftsführer des Alexianer Klinikums Hochsauerland.
Jan Kuhse ist Facharzt für Anästhesiologie und verfügt unter anderem über die Zusatzbezeichnungen Intensivmedizin, Notfallmedizin, Klinische Akut- und Notfallmedizin sowie Leitender Notarzt. Der 49-Jährige ist seit August 2020 als Oberarzt der Klinik für Anästhesie am Alexianer Klinikum Hochsauerland tätig und war parallel über viele Jahre als Notarzt und Standortleiter Notarztwesen im Einsatz. Im Juli 2023 übernahm er die Funktion des Leitenden Oberarztes in der Klinik für Intensiv- und Notfallmedizin, im vergangenen Frühjahr zusätzlich die kommissarische Leitung der Zentralen Notaufnahme am Karolinen-Hospital.
Sein klinischer Werdegang führte ihn von der Anästhesiologie und Intensivmedizin in die präklinische und innerklinische Notfallmedizin. Dort erarbeitete er sich umfassende Expertise in der Akutversorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten, unter anderem im Schockraummanagement und in hochkomplexen intensivmedizinischen Versorgungssituationen. Zudem war er maßgeblich an der Weiterentwicklung der Notfallstrukturen und der Klassifizierung der Zentralen Notaufnahme am Karolinen-Hospital in der höchsten Notfallversorgungsstufe beteiligt.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die Möglichkeit, die Akut- und Notfallmedizin mit einer klaren Aufgabe und mehr Gestaltungsspielraum weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit einem engagierten, fachübergreifenden Team möchte ich die hohe Behandlungsqualität und Patientensicherheit weiter stärken, Strukturen und Prozesse optimieren und insbesondere die Zusammenarbeit mit den notfallversorgenden Kliniken, dem Rettungsdienst und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten weiter ausbauen“, unterstreicht Jan Kuhse.
„Mit der eigenständigen standortübergreifenden Klinik für Akut- und Notfallmedizin setzen wir ein wichtiges strategisches Ziel für die regionale Versorgung um. Entscheidend ist für uns, dass Patientinnen und Patienten im Notfall schnell, sicher und in der passenden Versorgungsstruktur behandelt werden. Dafür braucht es effiziente Prozesse, enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine starke medizinische Leitung. Jan Kuhse bringt genau diese fachliche und persönliche Kompetenz mit. Unser Anspruch ist es, durch gute Medizin, verlässliche Strukturen und eine konsequente Qualitätsorientierung Vertrauen weiter zu stärken – bei Patientinnen und Patienten ebenso wie bei Rettungsdiensten, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und unseren Mitarbeitenden“, so Björn Hoffmann, Verbundgeschäftsführer Westfalen der Alexianer.