Krebserkrankungen gehören zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Eine Krebsdiagnose verändert das Leben – für Betroffene genauso wie für ihre Angehörigen. Doch neue Therapien und innovative medizinische Techniken haben die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen bei vielen Krebsarten in den vergangenen Jahren erheblich verbessert. Dazu zählen beispielsweise individuell abgestimmte Immuntherapien und robotisch assistierte Operationsverfahren, die besonders präzise und schonende Eingriffe ermöglichen. Welche Fortschritte die moderne Krebsmedizin bietet und welche Möglichkeiten Patient*innen heute in der Region zur Verfügung stehen, erfahren Interessierte beim 1. Sauerländer Krebstag. am Samstag, 7. November 2026, von 11 bis ca. 17 Uhr im Kaiserhaus Arnsberg.
Das Alexianer Klinikum Hochsauerland lädt alle Bürgerinnen und Bürger der Region zu einem abwechslungsreichen Informationstag rund um das Thema Krebs ein. Auf die Besucher warten verständliche Expertenvorträge, persönliche Informationsmöglichkeiten und zahlreiche Angebote zum Anschauen, Ausprobieren und Mitmachen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
„Mit dem Sauerländer Krebstag möchten wir medizinisches Wissen verständlich vermitteln, über Vorsorgemöglichkeiten aufklären und zeigen, welche Fortschritte die moderne Krebsmedizin gemacht hat. Vor allem möchten wir den Menschen Mut machen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und vorhandene Hilfsangebote zu nutzen“, erklärt Dr. Mohammad-Amen Wattad, Chefarzt und Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Alexianer Klinikum Hochsauerland und ärztlicher Leiter der Veranstaltung.
Von der Früherkennung bis zur roboterassistieren Krebschirurgie
Das vielseitige Vortragsprogramm umfasst nahezu alle wichtigen Aspekte der Krebserkrankung – von der Vorsorge und Früherkennung über neue Behandlungsmöglichkeiten bis hin zum Leben mit und nach einer Krebsdiagnose. Renommierte Medizinerinnen und Mediziner des Onkologischen Zentrums Hochsauerland und der spezialisierten Fachkliniken des Klinikums geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen und erläutern die Möglichkeiten der Krebsmedizin anhand konkreter Erkrankungen.
Die Besucher erfahren unter anderem, welche Bedeutung das Mammographie-Screening für die Früherkennung von Brustkrebs hat und wie moderne Therapien zunehmend auf die individuellen Eigenschaften einer Krebserkrankung abgestimmt werden.
Wie technische Innovationen die Krebschirurgie verändern, zeigen Vorträge über die robotisch assistierte Operation von Darm- und Prostatakrebs. Dabei stellen die Experten auch die Möglichkeiten des neuen Da-Vinci-Operationssystems vor, mit dem das Klinikum sein Spektrum besonders präziser, minimalinvasiver Eingriffe erweitert.
Weitere Themen sind die Behandlung von Metastasen in Gehirn, Leber und Knochen sowie moderne Therapien bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie das körpereigene Immunsystem gezielt zur Bekämpfung bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt werden kann.
Auch die Herausforderungen des Alltags mit einer Krebserkrankung finden besondere Beachtung. Vorträge informieren darüber, wie Betroffene mit anhaltender Erschöpfung, der sogenannten Fatigue, umgehen können, welche positiven Wirkungen Sport und Bewegung während und nach einer Krebstherapie haben können und welche Unterstützung der Sozialdienst bietet.
Krebsmedizin zum Anfassen und Ausprobieren
Dass medizinische Information nicht trocken sein muss, zeigen die zahlreichen Erlebnis- und Mitmachangebote der begleitenden Ausstellung. So können Besucher an einer Simulation selbst ausprobieren, wie sich die Instrumente eines Da-Vinci-Operationsroboters steuern lassen. Mit einer Virtual-Reality-Brille können Interessierte außerdem auf eine virtuelle Entdeckungsreise durch den menschlichen Darm gehen und dessen Aufbau aus einer ungewöhnlichen Perspektive kennenlernen.
An einem speziellen Brustmodell lässt sich das Ertasten von Veränderungen üben. Die „Pinken Hennen“, eine Sport- und Selbsthilfegruppe für Frauen nach einer Brustkrebserkrankung vom Hennesee, stellen das sogenannte Pink Paddling vor. Darüber hinaus erwarten die Gäste Informationen und praktische Angebote rund um Ernährung, Entspannung, Bewegung, Hautpflege und Kosmetik sowie Haarersatz bei einer Krebserkrankung.
Zahlreiche Selbsthilfegruppen, regionale Dienstleister und weitere Partner ergänzen das Programm und geben Einblicke in vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung. Neben der Wissensvermittlung soll dabei auch der persönliche Austausch Raum finden.
Information, Orientierung und Hilfe in der Region
„Eine gute Krebsversorgung braucht neben moderner Medizin vor allem eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen und verlässliche Unterstützungsangebote für die Betroffenen“, betont Sanja Popić, Regionalgeschäftsführerin Alexianer Klinikum Hochsauerland. „Wir möchten mit diesem Tag zeigen, welche umfassenden Möglichkeiten der Diagnostik, Behandlung und Begleitung hier in unserer Region bestehen. Zugleich möchten wir Menschen ermutigen, Vorsorgeangebote wahrzunehmen und sich frühzeitig zu informieren.“
Der 1. Sauerländer Krebstag richtet sich ausdrücklich nicht nur an Menschen, die selbst von einer Krebserkrankung betroffen sind. Auch Angehörige und alle, die mehr über Krebsrisiken, Früherkennung und moderne Behandlungsmöglichkeiten erfahren möchten, sind herzlich willkommen.
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr mit der offiziellen Eröffnung. Durch das Programm führt Martin Haselhorst, Leiter der Lokalredaktion Arnsberg der Westfalenpost. Unterstützt wird der Krebstag durch das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises.
Veranstaltungsinformationen auf einen Blick
Termin: Samstag, 7. November 2026, 11 bis ca. 17 Uhr
Ort: Kaiserhaus Arnsberg, Möhnestraße 55, 59755 Arnsberg
Eintritt: Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich
Programm und weitere Informationen:
https://www.klinikum-hochsauerland.de/sauerlaender-krebstag