Gemeinsam arbeiten, Begegnung schaffen: Neues Inklusionsprojekt im Bistro Weitblick
, Alexianer Klinikum Hochsauerland
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Gemeinsam mit den bisherigen Mitarbeitenden sorgen sie für ein abwechslungsreiches Speisen- und Getränkeangebot und schaffen zugleich einen Ort der Begegnung, an dem Menschen mit und ohne Handicap selbstverständlich zusammenarbeiten.
Zum Start wird das neue Konzept zunächst an einem Tag pro Woche umgesetzt. Die Beschäftigten und Teilnehmer des Caritasverbandes arbeiten dabei gemeinsam mit den
bisherigen Bistro-Mitarbeitenden aus dem Team der Alexianer Infrastruktur Hochsauerland GmbH und werden so schrittweise an die verschiedenen Aufgaben herangeführt. Zum Jahresende soll geprüft werden, ob und wie die Zusammenarbeit Schritt für Schritt ausgebaut werden kann. Auch eine Ausweitung der Öffnungszeiten ist denkbar.
„Für uns ist dieses Projekt weit mehr als eine neue Form der Bistro-Bewirtschaftung. Psychiatrische Versorgung endet nicht an der Kliniktür. Entscheidend ist, Menschen dabei zu unterstützen, wieder am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzuhaben. Wenn Begegnung und gemeinsames Arbeiten ganz selbstverständlich im Alltag stattfinden, ist das gelebte Inklusion“, sagt Dr. med. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Alexianer Klinikum Hochsauerland.
Auch für den Standort St. Johannes-Hospital bietet die Zusammenarbeit neue Möglichkeiten. „Das Bistro Weitblick ist ein Treffpunkt für Patientinnen und Patienten, Besucher, Mitarbeitende und Menschen aus der Umgebung. Deshalb eignet es sich besonders gut für ein solches Projekt. Wir freuen uns darauf, die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten künftig als Teil des Teams bei uns im Haus zu erleben“, erklärt Alexander Huckschlag, Pflegedienstleitung und Standortsprecher St. Johannes-Hospitals.
Mittwochs soll das bisherige Angebot des Bistros zudem erweitert werden. Angestrebt sind zusätzliche Speisen sowie der Verkauf ausgewählter Produkte aus den Caritas-Werkstätten und dem Berufsbildungsbereich.
Simone Tillmann von den Caritas-Werkstätten Arnsberg unterstreicht den Inklusionsgedanken: „Inklusion gelingt dort besonders gut, wo Menschen miteinander arbeiten, sich begegnen und ihre jeweiligen Stärken einbringen können. Das Bistro bietet unseren Beschäftigten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in einem neuen Arbeitsumfeld einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und ganz selbstverständlich Teil des gesellschaftlichen Lebens zu sein.“
Laura Becker aus dem ABZ in Oeventrop betont die Zielsetzung solcher Kooperationen für den Berufsbildungsbereich des Caritasverbands: „Berufliche Rehabilitation bedeutet mehr als die Vorbereitung auf Arbeit: Unsere Teilnehmenden und auch die Beschäftigten der Caritas Werkstatt sollen erfahren, dass sie mit ihren Fähigkeiten, ihrer Persönlichkeit und ihrem Beitrag ein wertvoller und selbstverständlicher Teil der Arbeitswelt sind. Genau diese Erfahrung schafft Perspektiven, stärkt Selbstvertrauen und Mut. So machen wir erfolgreiche Inklusion zukünftig möglich.“
Mit dem Projekt bauen das Alexianer Klinikum Hochsauerland und die Caritas-Werkstätten Arnsberg sowie das ABZ aus Oeventrop ihre bereits bestehende Zusammenarbeit weiter aus. So ist Dr. Reinhard Pennekamp, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, bereits seit vielen Jahren als beratender Arzt für die Caritas-Werkstätten Arnsberg tätig.
Das Bistro Weitblick befindet sich in der sechsten Etage des St. Johannes-Hospitals am Springufer 7 in Arnsberg-Neheim und ist barrierefrei mit dem Aufzug erreichbar. Es ist werktags von 7.30 bis 14 Uhr geöffnet und steht nicht nur Patientinnen und Patienten, Besuchern und Beschäftigten des Klinikums, sondern allen Interessierten offen. Neben einem vielfältigen Speisen- und Getränkeangebot und einem täglich wechselnden Mittagstisch bietet das nahe der Neheimer Fußgängerzone gelegene Bistro einen einzigartigen Ausblick über das Ruhrtal.