In Deutschland sind rund fünf Millionen Menschen davon betroffen, etwa 80 Prozent von ihnen Frauen. Die Volkskrankheit Osteoporose verursacht an die 830.000 Knochenbrüche im Jahr. Neben einer bewussten Lebensweise kann die Messung der Knochendichte dazu beitragen, das Risiko für Osteoporose bedingte Knochenbrüche zu verringern und im Bedarfsfall mit einer Therapie richtig zu behandeln.
„Zur Vorsorge einer Osteoporose-Erkrankung können Frauen und Männer bereits durch ihren Lebenswandel einiges tun“, sagt Nicole Morena, Fachärztin für Innere Medizin – Rheumatologie, aus der Praxis für Rheumatologie im Alexianer MVZ Hochsauerland. Ein regelmäßiges Bewegungsprogramm oder die ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin D und Calcium – z.B. durch Milchprodukte – wirkt sich positiv auf die Knochenstruktur aus und kann helfen, einer Erkrankung vorzubeugen. Bekannt sind jedoch rund 130 verschiedene Risikofaktoren, die eine Osteoporose-Erkrankung beeinflussen können. Dazu zählen u.a. Vorerkrankungen der Schild- oder Nebenschilddrüse, erblich bedingte Risikofaktoren oder die Einnahme bestimmter Medikamente wie Cortison oder bestimmter Antidepressiva. Auch ein ungesunder Lebenswandel – Rauchen sowie der regelmäßige Konsum von Alkohol – können neben chronischen Erkrankungen wie COPD oder Morbus Chron das Risiko ebenfalls steigern, an Osteoporose zu erkranken. Erstes Anzeichen für eine Erkrankung kann z.B. die Verringerung der Körpergröße von 4 cm oder mehr sein.
„Bei einer frühzeitigen Erkennung von Osteoporose kann mit individuellen Empfehlungen und medikamentöser Therapie das Fortschreiten der Krankheit wirksam therapiert werden. Daher sollten, sofern keine zusätzlichen Risikofaktoren vorliegen, Frauen ab 55 Jahren und Männer ab 70 Jahren die Knochendichte regelmäßig kontrollieren lassen“, rät Fachärztin Nicole Morena. Für die Messung der Knochendichte als Anzeichen einer Erkrankung gibt es verschiedene Methoden. „Die Messung der Knochendichte mit der DXA-Methode ist ein etabliertes Verfahren, das mit geringem Aufwand zuverlässige Ergebnisse bringt“, erläutert Nicole Morena. Dabei werden bei der Vorsorgeuntersuchung die Lendenwirbelsäule sowie die rechte und linke Hüfte genauer betrachtet. Der Befund nach erfolgter Messung lässt auf
der Grundlage des sogenannten Therapieschwellenwertes das Risiko für eine Knochenfraktur bei einer Osteoporose-Erkrankung bestimmen. Während das Frakturrisiko im Durchschnitt unter drei Prozent liegt, steigt der Wert bei einer Osteoporose-Erkrankung auf bis zu zehn Prozent, was das persönliche Risiko eines Knochenbruchs vergrößert. Der DXA-Messung folgt ein detailliertes Arzt-Gespräch, das Patientinnen und Patienten individuelle Tipps zur Verbesserung des Faktors und einen jeweils persönlichen Therapie-Plan aufzeigt. Bei fortgeschrittener Erkrankung wird eine spezifische medikamentöse Therapie besprochen.
„Ziel ist es, eine Osteoporose-Erkrankung und das Risiko für Knochenbrüche schon im Vorfeld zu erkennen und gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten bewusst gegenzusteuern“, sagt Nicole Morena. Denn neben der Einschränkung der Lebensqualität durch Osteoporose seien auch die psychischen Folgen wie Angst und Unsicherheit in normalen, täglichen Lebenssituationen nicht zu unterschätzen, so die Fachärztin.
Die Praxis für Rheumatologie des Alexianer MVZ Hochsauerland in der Heinrich-Lübke-Straße 10 in 59759 Arnsberg-Hüsten bietet die so genannte DXA-Messung als modernes Verfahren, um Knochendichte und Körperzusammensetzung schonend zu ermitteln als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an. Kontakt unter Tel. 02932-9391440 oder E-Mail mvz-rheumatologie(at)klinikum-hochsauerland.de