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19.04.2018

Klinikum Hochsauerland startet mit gewaltigem Investitionsprogramm

Informierten über den Start des Klinikums Hochsauerland: Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung, Dr. med. Martin Bredendiek, Ärztlicher Direktor in Arnsberg, Uwe Zorn, Ärztlicher Direktor in Meschede

Jetzt werden 12 Mio. EUR in die vier Krankenhausstandorte investiert.

Seit Vollzug der Fusion im Herbst 2017 arbeiten die vier Krankenhaus-Standorte in Arnsberg und Meschede unter dem Dach einer gemeinsamen Krankenhausgesellschaft zusammen. „Seitdem haben wir intensiv an der Struktur gearbeitet. Heute sind wir auf einem sehr guten Stand“, so Dipl.-Kfm. Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung.

Neuer Name Klinikum Hochsauerland

Doch das, worauf sehr viele gewartet hätten, sei natürlich die Frage des neuen gemeinsamen Namens. „Damit haben wir uns ein bisschen Zeit gelassen. Weil es eine intensive und wichtige Diskussion gab. Das war eine sehr wertvolle Diskussion, die gezeigt hat, wieviel Identifikation und wieviel Verbindung zum Klinikum existiert“, berichtet Kemper. „Die Gesellschafter haben sich jüngst mehrheitlich für den Namen Klinikum Hochsauerland entschieden. Gestern (18.04.2018) hat uns die Nachricht erreicht, dass der neue Name „Klinikum Hochsauerland“ beim Amtsgericht eingetragen ist und ab sofort verwendet werden kann“, so Kemper. Mit dem Krankenhausstandort in Meschede sei man insgesamt noch weiter in die Mitte des Versorgungsgebietes Hochsauerlandkreis gerückt. Dies spiegele der neue Name wider. Der neue Name sei natürlich auch mit einem neuen Logo verbunden.

Das neue Dachmarkenlogo

Die Standortmarken

 

Der Logoaufbau

Die vier farbigen Flächen stehen für die vier Standorte und bilden in der Überlappung ein ausgespartes Kreuz. Das Kreuz weist auf die christliche Wertorientierung hin. Durch die Überlappung wird zudem die Fusion symbolisiert. Die vier traditionellen Hausfarben der Standorte bleiben erhalten. Die Farbe Blau entspricht dem Marienhospital, die Farbe Dunkelrot entspricht dem St. Walburga-Krankenhaus, die Farbe Grün entspricht dem Karolinen-Hospital und die Farbe Hellrot entspricht dem St. Johannes-Hospital.

Investitionen in die Standorte

Das Klinikum Hochsauerland will nun kräftig in die vier Krankenhausstandorte investieren. Kemper berichtete, dass an den Standorten großer Investitionsbedarf bestünde. Als Beispiele nannte er zu geringe Kapazitäten in der Intensivmedizin, die mehrfach dazu geführt hätten, dass sich einzelne Standorte von der Notfallversorgung abmelden mussten. Um die Engpässe in der Intensivmedizin zu beseitigen, werde diese nun an drei Standorten deutlich ausgebaut. Am Standort Karolinen Hospital seien zudem Sanierungen und Modernisierungen von rund sieben Stationen erforderlich. Mehrere CT´s müssten angeschafft werden und auch der An- und Ausbau für die Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie stehe bevor. Noch in diesem Jahr werde ein Investitionsvolumen in Höhe von 12 Mio. EUR für Geräte, Strukturen und Baumaßnahmen auf den Weg gebracht. Im Detail seinen folgende Vorhaben vorgesehen:

St. Johannes-Hospital Neheim / Investitionsvolumen ca. 3 Mio. EUR

  • An- und Ausbau Neuroradiologie auf der ostwärtigen Freifläche im Bereich des Krankenhauses
    bis 10/2018
  • Anschaffung einer DSA-Anlage zur Stärkung der Neuroradiologie und Schaffung zusätzlicher Behandlungsoptionen im Rahmen der Schlaganfallversorgung, beispielsweise die mechanische  Entfernung schlaganfallauslösender Blutgerinnsel aus verschlossenen Hirnarterien (sog. Thrombektomie)
    bis 10/2018
  • Erneuerung CT-Technik durch Anschaffung eines hochmodernen 320-Zeilers, der viele neue diagnostische Optionen eröffnet sowie Erneuerung der Durchleuchtungsanlage
    bis 08/2018
  • Verschiedene Sanierungsmaßnahmen am Gebäude
    bis 12/2018

Karolinen-Hospital Hüsten / Investitionsvolumen ca. 4 Mio. EUR

  • Sanierungen von 7 Stationen inkl. Patientenzimmern (Dauer der Maßnahme ca. 2-2,5 Jahre, da rollierende Umsetzung)
    ab 07/ 2018
  • Neubau der Intensivstation inkl. Erweiterung von 8 auf 16 Betten (Umsetzung als Modulbau mit direktem Gebäudeanschluss)
    bis 11/2018

Marienhospital Arnsberg / Investitionsvolumen ca. 3 Mio. EUR

  • Neubau der Intensivstation inkl. Erweiterung von 8 auf 16 Betten  bis 10/2018 (Umsetzung als Modulbau mit direktem Gebäudeanschluss, die erforderliche Bodenplatte ist bereits im Bau)
    bis 10/2018
  • Erneuerung CT- und Röntgen-Technik
    bis 10/2018 

St. Walburga-Krankenhaus Meschede / Investitionsvolumen ca. 2 Mio. EUR

  • Erweiterung der Intensivstation von 13 auf 16 Betten mittels Anbau
    bis 12/2018
  • Errichtung einer gemeinsamen Palliativstation mit 7 Patienten- und 2 Besucherbetten
    bis 10/2018
  • Umbau für temporäre Kindertagesstätte
    bis 08/2018
  • Neu-Beantragung einer geriatrischen Tagesklinik mit ca. 20 Plätzen

Verdopplung der Initiativen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung

Kemper betonte, dass es heute längst nicht mehr ausreiche, in Geräte und Bau zu investieren. Die besten Geräte und Bauten nutzen niemandem, wenn nicht ausreichend viele qualifizierte und motivierte Fachkräfte da seien, um die Geräte betreiben und die Patienten in höchster medizinischer und pflegerischer Qualität versorgen zu können. Daher werde man die eigenen Initiativen selbst auszubilden, deutlich ausweiten und mindestens verdoppeln. Ziel sei es, in den nächsten Jahren die Anzahl der Ausbildungsplätze mindestens um die Zahl 100 zu erhöhen. Dazu werde die Bildungsstätte für Gesundheitsberufe in Neheim sowie die Verbundkrankenpflegeschule in Meschede zu einer Schule an zwei Standorten zusammengeführt und als eigener sechster Unternehmensbereich mit externen Partnern geführt. Es sei vorgesehen Klassen, Klassenstärken und Inhalte auszubauen und gemeinsam mit Partnern auch die Inhalte über die Pflege hinaus auszuweiten. So werde beispielsweise darüber nachgedacht, wie man künftig auch die Ausbildung zum Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTR) oder zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) ermöglichen könne.