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17.01.2020

Offizieller Baustart für Notfall- und Intensivzentrum

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Der symbolische Spatenstich für den Neubau des Notfall- und Intensivzentrums des Klinikums Hochsauerland mit (von links nach rechts): Jörg Beschorner, Pflegedirektor der Arnsberger Standorte des Klinikums Hochsauerland, Markus Bieker, Geschäftsführer Klinikum Hochsauerland Infrastruktur GmbH, Andreas Barthold, Aufsichtsratsmitglied Klinikum Hochsauerland und Hauptgeschäftsführer Alexianer GmbH, Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung, Ralf Paul Bittner, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, Nicole Jerusalem, Aufsichtsratsmitglied, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Landrat Dr. Karl Schneider, Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Vorsitzender des Aufsichtsrates Klinikum Hochsauerland, Dr. med. Martin Bredendiek, Ärztlicher Direktor der Arnsberger Standorte des Klinikums Hochsauerland.

Das Klinikum Hochsauerland macht sich bereit für die Anforderungen der Gesundheitsversorgung der Zukunft: Am Freitag, den 17.01.2020 wurde der erste Spatenstich für einen siebenstöckigen Erweiterungsbau auf dem Gelände des Karolinen-Hospitals gesetzt. Der Neubau soll Raum für das Große schaffen. Hier werden 13 notfallversorgende Fachabteilungen, die aktuell über drei Krankenhausstandorte in Arnsberg verteilt sind, an einem Standort zusammengeführt. Das Klinikum Hochsauerland folgt damit konsequent den Anforderungen des Gesetzgebers zur umfassenden Notfallversorgung.

Die Bagger für die nötigen Erdarbeiten stehen schon bereit. Doch zuvor ist Muskelkraft für den Spatenstich und damit den offiziellen Baustart wichtig. Unterstützung beim Spatenstich erhielt Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung Klinikum Hochsauerland unter anderem von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Landrat Dr. Karl Schneider, Ralf Paul Bittner, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, und Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Vorsitzender des Aufsichtsrates Klinikum Hochsauerland.

Notfall- und Intensivzentrum soll Mitte 2023 in Betrieb gehen

Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus mit ca. 11.000 Quadratmeter Nutzfläche ist für Ende 2022, die Inbetriebnahme des neuen Notfall- und Intensivzentrums für Mitte des Jahres 2023 geplant. Dann stehen am Klinikum Hochsauerland, Standort Karolinen-Hospital, insgesamt 518 Betten, davon 262 Betten im Neubau, eine interdisziplinäre Notaufnahme, ein großer zentraler OP-Bereich mit neun Sälen und allen Eingriffsmöglichkeiten, eine große interdisziplinäre Intensivstation mit 50 Betten, modernste Notfall-Bildgebung, Hubschrauberlandeplatz und vieles mehr zur Verfügung.

Bis es soweit ist, geht es zunächst an die Gründungsarbeiten. Im Frühsommer sollen dann die Arbeiten für den Rohbau beginnen. Der Rohbau soll im Frühjahr 2022 fertig sein. Das komplette Projektmanagement des Bauvorhabens erfolgt durch die Klinikum Hochsauerland Infrastruktur GmbH.

88-Millionen-Projekt wird mit 28,17 Mio. EUR gefördert

Das Investitionsvolumen beträgt 88 Mio. EUR, davon 62,5 Mio. EUR förderfähige Baukosten. Das Vorhaben zur Sicherung der Versorgung wird vom Land NRW als sehr sinnvoll angesehen und mit 28,17 Mio. EUR gefördert.

Einziges Krankenhaus mit umfassender Notfallversorgung in der Region

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW schreibt dazu in einem Grußwort anlässlich des Spatenstichs für den Neubau: „Das kürzlich veröffentlichte Krankenhausgutachten hat gezeigt, dass es in den ländlichen Teilen unseres Landes teilweise eine Unterversorgung gibt. Der Hochsauerlandkreis gehört dazu. Im Rahmen der Notfallversorgung erreicht zwar nahezu jeder Bürger ein Krankenhaus mit internistischer und chirurgischer Grundversorgung innerhalb von 30 Minuten. Bisher gibt es aber kein Krankenhaus, das so viele Fachabteilungen und Kompetenzen auf sich vereint, damit es eine umfassende und spezialisierte Notfallversorgung nach den Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses ermöglichen kann. Dies wird durch die Zentralisierung am Klinikum geschaffen. Aber nicht nur die Notfallversorgung wird verbessert. Das Klinikum Hochsauerland wird zukünftig über eine optimale räumliche Ausstattung an einem zentralen Standort verfügen. Es wird ein moderner Krankenhausbetrieb entstehen, der neben einer hochwertigen medizinischen Grund- und Regelversorgung der Bevölkerung auch eine hohe Zahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sichern wird. Es werden auch bessere Arbeitsbedingungen für die Ärztinnen und Ärzte und das Pflegepersonal entstehen. In Zeiten des Fachkräftemangels im ärztlichen Bereich und in der Pflege ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.“

Verbesserung der Versorgung und attraktive Arbeitsplätze

„Das Klinikum Hochsauerland ist einer von den zukünftigen Schwerpunktversorgern, auf die nach dem Willen unseres Bundesgesundheitsministers die Notfallversorgung konzentriert werden soll. Wir müssen aber auch die baulichen, sonstigen infrastrukturellen und personellen Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir diese Notfallversorgungsschwerpunkte in Arnsberg und Meschede erhalten und auch weiter ausbauen können. Und wir stehen im Wettbewerb um die Attraktivität des Arbeitsplatzes für unsere Mitarbeiter mit vielen anderen Krankenhäusern in der Region und in Deutschland. Mit diesem neuen Notfallzentrum schaffen wir Voraussetzungen für Beides: Für die Verbesserung der hochspezialisierten Versorgung in unserer Region und für die Sicherung der dafür notwendigen Fachkräfte durch eine weitere deutliche Verbesserung der Attraktivität der Arbeitsplätze“, sagt Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Vorsitzender des Aufsichtsrates Klinikum Hochsauerland.

Das vollständige Grußwort von Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW lesen Sie hier.