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16.01.2020

3. Klinikum-Diabetesinfotag informiert umfassend

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Der Begriff "Diabetes mellitus" beschreibt verschiedene Störungen des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gemessen werden. Die bekannteste Form dabei ist Diabetes Typ 2, an der mehr als 90 Prozent der Betroffenen erkranken. „Gerade Patientinnen und Patienten, die mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes leben, sollten sich regelmäßig über neue Angebote und Behandlungsmöglichkeiten informieren, um so die Lebensqualität im Alltag zu erhöhen und das Krankheitsmanagement zu erleichtern“ berichtet Dr. S. Probst, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Diabetologie, Rheumatologie und Endokrinologie am Klinikum Hochsauerland.

Mediziner-Vorträge aus den Bereichen der Diabetologie, Nephrologie und Angiologie

Gemeinsam mit dem Expertenteam aus Medizinern und Diabetesberaterinnen wird Probst am kommenden Samstag im Campus der Stadtwerke Arnsberg ab 13:00 Uhr lebensnah und alltagstauglich zum Thema informieren. Themen der Vorträge sind dann „Innovative Medikamente bei Diabetest“, „Diabetische Nephropatie (Erkrankungen der Niere) vermeiden und behandeln“, das „Diabetische Fußsyndrom, mehr als Durchblutungsstörungen“ und „Der Diabetiker im Krankenhaus“.

Begleitende Angebote

In einer kleinen Ausstellung werden weitere Informationen zu Prävention und Leben mit Diabetes angeboten sowie diabetesbezogene Produkte, insbesondere Insuline und andere Medikamente vorgestellt. Weiterhin werden die Diabetesberaterinnen des Klinikums sowohl Blutzucker als auch Blutfett- und Blutdruckmessungen kostenfrei durchführen. Im Anschluss an die Vorträge stehen Dr. Probst, Dr. Herting (Chefarzt der Nephrologie), Dr. Moysidis (Oberarzt der Klinik für Angiologie) sowie Dr. Boos (Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Diabetologie, Rheumatologie und Endokrinologie) für individuelle Fragen zur Verfügung.

v.l.n.r.: Katrin Franke (Krankenschwester, Diabetesassistentin, Wundexpertin und Pain Nurse/-Plus), Dr. Stefan Probst (Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Rheumatologie, Gastroenterologie, Diabetologie, Spezielle internistische Intensivmedizin, Physikalische Therapie, Zertifikat Gastroenterologische Onkologie, Fachkunde Herzschrittmacher und Implantierbare Defibrillatoren) und Susanne Oest (Krankenschwester, Diabetesberaterin, Podologin und Wundexpertin)

Infobox: Das Organisationsteam des 3. Diabetestag am Klinikum Hochsauerland freut sich auf den Austausch mit Betroffenen, Angehörigen, Interessierten und Partnern während der Informationsveranstaltung am Samstag, 18. Januar von 13:00 bis ca. 16:15 Uhr am Campus der Stadtwerke Arnsberg, Niedereimerfeld 22 in 59821 Arnsberg. Der Besuch sowie parken direkt bei den Stadtwerken ist kostenfrei.

Weitere Informationen: klinikum-hochsauerland.de/diabetestag oder Tel. 02931-870243301.

Programm:

13.00 -13.15 Uhr Begrüßung
13.15 Uhr – 13.45 Uhr Vortrag: Innovative Medikamente bei Diabetes weiter auf dem Vormarsch
13.45 Uhr – 14.15 Uhr Vortrag: Diabetische Nephropathie vermeiden und Behandlung
Anschließend Diskussion/ Fragerunde
14.30 Uhr – 15.15 Uhr Pause und Besuch der Ausstellung
15.15 Uhr – 15.45 Uhr Vortrag: Diabetisches Fußsyndrom, mehr als eine Durchblutungsstörung
15.45 Uhr – 16.15 Uhr Vortrag: Der Diabetiker im Krankenhaus
Anschließend Diskussion/ Fragerunde

Tipps um das Typ-2-Diabetes-Risiko senken:

Gesünder essen, trinken und mehr bewegen

  • Mehr Obst und Gemüse: Jede Mahlzeit sollte möglichst viel Obst, Gemüse oder Salat enthalten. Im Idealfall stillen Sie damit sogar Ihren Hunger ganz.
  • Fettarme Lebensmittel: Greifen Sie bei Milch- und Käseprodukten zu den fettarmen Varianten. Essen Sie magere Wurst und mageres Fleisch – aber auch das nur in Maßen. Mindestens einmal wöchentlich sollte Fisch auf den Tisch.
  • Fettarm kochen: Pfannen mit Antihaftbeschichtung verwenden, mit denen man beim Braten auf viel Fett verzichten kann. Grundsätzlich sollten Rapsöl (zum Braten) und Olivenöl (für Salate) die festen Fette in der Küche ersetzen.
  • Gesunde Imbisse: Fastfood und Fertigsnacks sind Kalorienbomben. Verzichten Sie darauf. Die Natur bietet leckere Zwischenmahlzeiten wie Trauben, Karotten oder Äpfel.
  • Gesunde Getränke: Meiden Sie zuckerhaltige Getränke. Löschen Sie Ihren Durst stattdessen mit Mineralwasser, Saftschorlen und Kräutertees.
  • Mehr Bewegung in den Alltag Zeit nehmen: Bewegen Sie sich täglich 30 bis 60 Minuten. Wählen Sie Aktivitäten aus, die Sie in Ihrem Alltag gut unterbringen.
  • Arbeitsweg zum Training nutzen: Zum Beispiel die Wartezeit an der Bushaltestelle: Spannen Sie abwechselnd Gesäß- und Bauchmuskeln an. Dann wippen Sie auf den Zehenspitzen auf und ab. Vielleicht reicht die Zeit sogar, um bis zur nächsten Haltestelle zu gehen.
  • Vorfahrt für das Fahrrad: Für Besorgungen in der Umgebung nehmen Sie das Rad. Stellen Sie es so ab, dass Sie es jederzeit benutzen können, und halten Sie es funktionsfähig.
  • Auf Gruppendynamik setzen: Wenn Ihnen Sport in der Gruppe Spaß macht, nutzen Sie das aus. Feste Trainingstermine und nette Sportkameraden helfen, auch in motivationsschwachen Momenten dabeizubleiben.
  • Richtig belasten: Wählen Sie Sportarten mit leichter bis mittlerer Belastungsintensität. Nordic Walking beispielsweise ist ideal. Wenn Sie leicht schwitzen und sich beim Sport gut unterhalten können, stimmt die Belastung.

Dauerhaft aktiv bleiben!

  • Realistische Ziele setzen. Vorsätze, die nicht einzuhalten sind, machen ein schlechtes Gewissen und demotivieren.
  • Aktionstage einführen. Ein- bis dreimal pro Jahr sollten Sie klare Verhältnisse schaffen und radikal aufräumen. Das gilt für den Kühlschrank ebenso wie für Keller und Wohnzimmer. Indem Sie so Ihre Gewohnheiten durchbrechen, tanken Sie Kraft und Energie für alle anderen Lebensbereiche.
  • Sich selbst überlisten. Nur Maßnahmen, die einfach umzusetzen sind, können im Alltag bestehen. Beispiel Sportschuhe: Stehen sie griffbereit im Flur, werden sie sehr wahrscheinlich auch benutzt. Dasselbe gilt für den Inhalt des Kühlschranks: Gesunde Lebensmittel ganz nach vorn räumen, denn dorthin greift man zuerst!

Weitere Informationen erhalten Betroffene und Interessierte bei der Bundesgeschäftsstelle der Deutschen Diabeteshilfe unter www.diabetesde.org