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29.10.2019

Die Beule am Bauch – Vortrag am 7.11. in Arnsberg

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Bauchwand- und Leistenbrüche werden häufig unterschätzt

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 350.000 Operationen aufgrund von Eingeweidebrüchen (auch: Weichteilbrüche oder Hernien) durchgeführt. Häufig beginnt es mit einer Beule am Bauch oder in der Leiste. Erst wenn die Beule größer oder gar schmerzhaft wird, suchen viele Patienten mit einem Bauchwandbruch den Hausarzt auf. Aber Fakt ist, lässt sich die Beule im Bauch nicht mehr zurückschieben: unbedingt direkt in die Klinik kommen! Über diese Ursachen, Risiken und Therapiemöglichkeiten wird Prof. Dr. med. Ralf Czymek während des Informationsabends „Die Beule am Bauch“ am Donnerstag, den 7. November in Arnsberg umfassend informieren.

„Bauchwandbrüche können verschiedene Ursachen haben. So treten diese als Hernien in Form von Leistenbrüchen, Nabelbrüchen, Narbenbrüchen im Bereich von Operationsnarben, epigastrischen Brüchen in der Mittellinie des Oberbauchs oder auch an angelegten künstlichen Darmausgängen auf. Die typische Schwachstelle der Bauchwand ist jedoch am Nabel und in der Leiste“, weiß Prof. Dr. Ralf Czymek, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie am Klinikum-Standort in Hüsten. Bei einem tatsächlichen Bruch entstehen tastbare Vorwölbungen und Betroffene erleiden meist lokale Schmerzen. Auch Übelkeit und Erbrechen sind erste Anzeichen für einen drohenden Darmverschluss oder eine Bauchfellentzündung. Jede notwendige Operation ist individuell und davon abhängig, um welche Art von Bruch es sich handelt, wie alt der Patient ist und welche Risikofaktoren bestehen.

Das Klinikum Hochsauerland hat sich hierbei auf die minimal-invasiven Techniken spezialisiert. Das heißt, durch drei kleine Schnitte werden die Operationsinstrumente eingeführt und ein Kunststoffnetz über den Bruchlücken befestigt. Patienten haben nach der OP in der Regel weniger Schmerzen, sie erholen sich rascher und können sich auch bald wieder normal körperlich belasten. Zudem empfiehlt die Europäische Herniengesellschaft bereits seit über 30 Jahren das Einsetzen eines Kunststoffnetzes bei Leistenbrüchen, da ab einem fortgeschrittenen Alter des Patienten das Bindegewebe schwächer wird und verstärkt werden sollte. Das Auftreten von erneuten Brüchen wird durch das Netz deutlich reduziert. Im Karolinenhospital, dem Hüstener Standort des Klinikums Hochsauerland, wurden bis Oktober diesen Jahres bereits knapp 160 solcher Bauchwandbrüche operativ versorgt.

Klinikum Hochsauerland informiert vor Ort in Arnsberg

Der Vortrag „Die Beule am Bauch“ von Prof. Dr. Ralf Czymek spannt einen Bogen von historischen Bruchversorgungen hin zu aktuellen Methoden bei den verschiedenen Hernienarten und zeigt perspektivische Tendenzen für die Zukunft auf. Auch die Frage, „muss immer operiert werden“ oder „operieren wir zu viel“, wird gemeinsam diskutiert. Vorteile und Nachteile der Therapiemöglichkeiten werden genauestens analysiert. Im Anschluss an den Vortrag im Foyer der Stadtwerke Arnsberg (Niedereimerfeld 22, 59823 Arnsberg) steht Prof. Dr. Ralf Czymek für individuelle Fragen zur Verfügung. Zusätzlich wird das Sanitätshaus Röther an einem Informationsstand umfassend zu möglicher Unterstützung im Alltag beraten. Beginn ist um 18:00 Uhr und das Ende der Veranstaltung für ca. 19.30 Uhr anvisiert, der Eintritt ist frei. Weitere Infos hier oder telefonisch unter 02932 – 952-242101.