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06.12.2018

Selbsthilfegruppe Leukämie und Lymphom Hochsauerland trifft sich in Meschede

Das nächste Treffen der AKIS Selbsthilfegruppe Leukämie und Lymphom ist am 13.12.2018 um 17:30 Uhr Klinikum Hochsauerland: Karolinenhospital Hüsten, Konferenzraum Hochhaus links neben der Klinik, 4. OG/ Raum per Aufzug erreichbar.

„Blutkrebs bezeichnet diverse unterschiedliche Erkrankungen, die vom blutbildenden System des menschlichen Körpers ausgehen. Entsteht der Blutkrebs im Knochenmark, dann spricht man von einer Leukämie; entsteht er im lymphatischen Gewebe, dann liegt ein Lymphom vor. Bei jeder Form von Blutkrebs treten zunehmend bestimmte krankhafte Blutkörperchen auf, die das gesunde blutbildende System unterdrücken, erläutert Engelbert Bade (leukaemie-lymphom-hsk@remove-this.remove-this.web.de), der die Selbsthilfegruppe gemeinsam mit der Arnsberger Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im HSK ins Leben gerufen hat. ALLE INTERESSIERTEN SIND HERZLICH EINGELADEN!

Drei Fragen an…

Engelbert Bade, Ansprechpartner der neuen Selbsthilfegruppe „Leukämie und Lymphom HSK“

Wie sind Sie zur Selbsthilfe gekommen?

Ich bin seit 2006 selbst an Morbus Waldenström erkrankt. Ärzte, Broschüren, das Internet und vieles mehr waren für mich wichtige Informationsquellen zu meiner Erkrankung, allerdings fehlte ein wesentlicher Aspekt: Ich kannte keinen einzigen Menschen der dieselbe Erkrankung hatte wie ich. Dann bin ich 2011 zu einem Kongress der DLH (Deutsche Leukämie und Lymphom-Hilfe) nach Würzburg gefahren, dort habe ich die Arbeit von Selbsthilfegruppen kennen und schätzen gelernt und endlich auch andere Betroffene getroffen. 

Daraufhin war ich längere Zeit in der Werler Selbsthilfegruppe aktiv und habe mich nun aber entschlossen, auch im Hochsauerlandkreis eine Gruppe zu gründen. Ich freue mich sehr, dass wir auch Dr. Schulmann vom Klinikum Hochsauerland als medizinischen Unterstützer unserer neuen Gruppe gewinnen konnten.

Welche Bedeutung hat Selbsthilfe für Sie?

Selbsthilfe ist für mich ein wichtiger Baustein zur Krankheitsbewältigung. Nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige können sich austauschen und finden Rat. Das gegenseitige Verständnis von ebenfalls Betroffenen, von deren Erfahrungen zu profitieren, neue Informationen zu erhalten und die eigenen Erfahrungen weiter zu geben sind für mich äußerst wichtig. Ärzte haben nicht immer die Zeit, die sie für jeden Patienten gerne hätten; Angehörige brauchen selbst Rat und Hilfe, sowie eine Pause vom Thema Krankheit; Freunde, Kollegen und Bekannte, können das Thema Krankheit manchmal nicht mehr hören, sie möchten verständlicher Weise unbelastet Spass haben, feiern und sich des Lebens erfreuen.

Da sind Selbsthilfegruppen ein idealer Ankerplatz für Betroffene und Angehörige, um in geschütztem Raum über alles sprechen zu dürfen, was belastet und auch worüber man sich freut. 

Was wünschen Sie sich für die neue Gruppe?

Ich wünsche mir, dass die Gruppe sich etabliert und Betroffene, Angehörige und Interessierte regelmäßig zusammen kommen. Des Weiteren, dass die Mescheder Gruppenmitglieder auch den Weg nach Arnsberg-Hüsten finden und umgekehrt auch die Arnsberger nach Meschede. Ich würde mich freuen, wenn wir eine tolle Gruppe werden, in der jeder aktiv seinen Beitrag leisten kann.