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13.11.2018

Gute Behandlung, Verbesserungsbedarf bei Dokumentation

Dokumentationsfehler ursächlich für Auffälligkeit in Qualitätserhebung

Verschiedene Medien berichteten jüngst über die Ergebnisse einer vom G-BA veröffentlichten Auswertung von Krankenhausdaten von insgesamt 1.085 erfassten Kliniken. Zu unserem Bedauern hat eine teils unzutreffende Kommentierung der Ergebnisse unseres Hauses leider zu Verunsicherung geführt.

Für unseren Krankenhausstandort Karolinen-Hospital Hüsten hat die Berechnung im Verfahren „Planungsrelevante Qualitätsindikatoren“ ergeben, dass im Bereich der Gynäkologie/Mamma-Chirurgie in 2017 ein Qualitätsindikator „Intraoperative Präparat-Radiografie oder Intraoperative-Präparat Sonografie bei sonografischer Drahtmarkierung“ in sechs Fällen formal auffällig war.

Anhand der Vorgangsnummern haben wir zwischenzeitlich eine Überprüfung aller sechs formal auffälligen Vorgänge vorgenommen und festgestellt, dass es sich bei allen aufgezeigten Fällen um einen Dokumentationsfehler handelte. Die Qualität der Behandlung war und ist jederzeit voll umfänglich gewährleistet.

Die formale Auffälligkeit eines Indikators in sechs Fällen darf nach unserer Einschätzung nicht mit unzureichender Behandlungsqualität verwechselt werden. Der gesamte, komplexe Behandlungs-prozess wird über insgesamt 11 verschiedene Qualitätsindikatoren abgebildet, die in ihrer Gesamtheit gewürdigt werden müssen, um eine Einschätzung der Qualität der Behandlung zu ermöglichen.

Behandlung erfolgt leitliniengerecht

Gemäß Leitlinie werden nicht tastbare Befunde der Brust vor der Operation mit einem Draht markiert. Der Draht wird unter sonografischer oder mammografischer Kontrolle über eine Hohlnadel an den Befund herangeführt und dort fixiert. Der Operateur verwendet die Markierung als Leitschiene, um zielgenau den Tumor zu entfernen und möglichst viel gesundes Gewebe zu schonen. Noch während der Operation wird das entfernte Gewebe mitsamt Markierung einer Kontrolluntersuchung unterzogen, damit gesichert ist, dass das verdächtige Areal komplett entfernt wurde. Dieses Vorgehen wurde in allen Fällen auch eingehalten. Das Präparat der Kontrolluntersuchung wurde bisher dann radiologisch und nicht sonografisch kontrolliert, wobei die Kontrolle in sechs Fällen nicht ausreichend schriftlich dokumentiert wurde.

Verbesserungsbedarf bei Dokumentation ist eingeleitet

In diesem Jahr haben wir das Prozedere geändert und es wird durchgängig sonografisch kontrolliert und entsprechend dokumentiert. Regelhafte Kontrollen mit dem Qualitätsmanagement sollten den beschriebenen Dokumentationsfehler künftig ausschließen.