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07.11.2018

Ausbau der Intensivmedizin im Klinikum Hochsauerland

„Zu sehen, wie in zwei Tagen ein Krankenhausanbau mit 460 qm Grundfläche entsteht, ist schon beeindruckend“, sagt Markus Bieker, Leiter Bau- und Multi-Projektmanagement Klinikum Hochsauerland. Möglich wird dies durch Verwendung individuell vorgefertigter Raummodule, wie sie jetzt von Spezialtransportern am Standort Karolinen-Hospital in Hüsten angeliefert und per Schwerlastkran auf einer bereits im letzten Monat vorbereiteten Stahlunterkonstruktion platziert wurden.

In den Ausbau der Intensivmedizin am Karolinen-Hospital werden rund 4 Mio. EUR investiert

Der Anbau, der derzeit auf der Freifläche hinter dem Krankenhausgebäude entsteht, ist speziell für die Belange der Intensivmedizin maßgeschneidert. In ersten Quartal 2019 soll hier die neue hochmoderne und vor allem deutlich vergrößerte Intensivmedizin des Standortes Karolinen-Hospital in Betrieb gehen, die dann künftig über 18 statt bisher 8 Intensivbetten verfügt. Bis es soweit ist, müssen 20 Raummodule gekoppelt, im Inneren ausgebaut und dann mit modernster, komplett neuer Technik ausgestattet werden. Zeitgleich sind im bestehenden Gebäude zudem der Umbau und die Renovierung der ehemaligen Station 1b vorgesehen, in der dann die Nebenräume der Intensivstation sowie 4 Betten der Intermediate Care Station (IMC) und 6 Betten der Chest Pain Unit (CPU) untergebracht werden.

Ausbau der Intensivmedizin am Standort Marienhospital weit fortgeschritten 

Parallel wird weiter an der Erweiterung der Intensivstation am Standort Marienhospital auf 15 Betten (bisher 8 Betten) gearbeitet. Bereits im August wurde hierfür ein 480 qm großer Anbau errichtet, ebenfalls in Modulbauweise. Der Innenausbau ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Im Dezember ist die Anbindung an das Bestandsgebäude sowie die Modernisierung der bisherigen Intensivbereiche vorgesehen. Im Januar 2019 soll die neue Intensivstation am Standort Marienhospital den Betrieb aufnehmen. Rund 3 Mio. EUR werden dann am Standort investiert worden sein.

Investition auch in zusätzliche Fachkräfte

Um die vergrößerten Intensivstationen betreiben zu können, wurde das ärztliche und pflegerische Team der Intensivmedizin zuletzt deutlich aufgestockt. „Vier zusätzliche intensivmedizinisch erfahrene Ärzte sowie 28 zusätzliche Pflegefachkräfte haben ihre Tätigkeit in der Intensivmedizin des Klinikums Hochsauerland bereits aufgenommen“, erläuterte Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Hochsauerland.

Die Intensivmedizin wird nicht nur räumlich sondern auch personell deutlich verstärkt.

Engpässe werden beseitigt 

Im Klinikum Hochsauerland werden zunehmend mehr Patienten mit schweren Erkrankungen sowie Unfallverletzungen versorgt. Ein Bereich, der dabei immer wichtiger wird, ist die intensivmedizinische Behandlung. Doch die Kapazitäten der vorhandenen Intensivstationen waren zuletzt immer häufiger voll belegt. Mit dem Ausbau und der Erweiterung der Intensivmedizin wird nun Abhilfe geschaffen.

Modernste technische Ausstattung für bestmögliche Versorgung

„Um eine erstklassige Versorgung für schwerstkranke Patienten zu gewährleisten, werden die Zimmer der neuen Intensivstation mit neusten medizinischen Versorgungssystemen ausgestattet. Wenn die neuen Intensivstationen bezugsfertig sind, verfügen wir über eine der modernsten und leistungsfähigsten intensivmedizinischen Abteilungen im weiten Umfeld“, so Dr. med. Timur Sellmann, Chefarzt der Klinik für Intensivmedizin im Klinikum Hochsauerland.

 

Informierten über den Ausbau der Intensivmedizin (von links nach rechts): Dr. med. Timur Sellmann, Chefarzt Intensivmedizin / Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung Klinikum Hochsauerland / Dr. med. Martin Bredendiek, Ärztlicher Direktor der Arnsberger Standorte des Klinikum Hochsauerland

Ergänzende Informationen

Der Ausbau der Intensivmedizin am Standort Karolinen-Hospital ist Teil des im Jahr 2018 gestarteten Investitionsprogramms im Gesamtumfang von über 12 Mio. EUR. Das Investitionsprogramm des Klinikums Hochsauerland umfasst auch folgende Vorhaben:

St. Johannes-Hospital Neheim 

  • An- und Ausbau Neuroradiologie auf der ostwärtigen Freifläche im Bereich des St. Johannes-Hospitals in Neheim bis 03/2019
  • Anschaffung einer DSA-Anlage zur Stärkung der Neuroradiologie und Schaffung zusätzlicher Behandlungsoptionen im Rahmen der Schlaganfallversorgung, beispielsweise die mechanische Entfernung schlaganfallauslösender Blutgerinnsel aus verschlossenen Hirnarterien (sog. Thrombektomie) bis 04/2019
  • Erneuerung CT-Technik durch Anschaffung eines hochmodernen 320-Zeilers, der viele neue diagnostische Optionen eröffnet sowie Erneuerung der Durchleuchtungsanlage bereits erfolgt
  • Verschiedene Sanierungsmaßnahmen am Gebäude bis 12/2018

Karolinen-Hospital Hüsten 

  • Neubau der Intensivstation inkl. Erweiterung von 8 auf 18 Betten bis 03/2019
  • Sanierungen von 7 Stationen inkl. Patientenzimmern seit 10/ 2018 (Dauer der Maßnahme ca. 2-2,5 Jahre, da rollierende Umsetzung, Investitionsvolumen 500 TEUR je Station, insgesamt rund 3,5 Mio EUR) Vorgesehen sind u.a.: ansprechende Gestaltung der Patientenzimmer, Erneuerung der Patientenbäder sowie der Heizflächen, Einbau neuer, größerer und schallgedämmter Zimmertüren, Erneuerung der Bodenbeläge, teilweise Erneuerung der Infrastruktur (WLAN, Heizung, Rufanlage, etc.).

Marienhospital Arnsberg 

  • Neubau der Intensivstation inkl. Erweiterung von 8 auf 15 Betten bis 01/2019 (Umsetzung als Modulbau mit direktem Gebäudeanschluss)
  • Erneuerung CT- und Röntgen-Technik. läuft z.Zt.

St. Walburga-Krankenhaus Meschede 

  • Einrichtung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes bereits erfolgt
  • Umbau für temporäre Kindertagesstätte der AWO bereits erfolgt

Das vorgesehene Großprojekt zur Sicherung der umfassenden Notfallversorgung in der Region, entsprechend den neuen Regelungen des „Gemeinsamen Bundesausschuss“ (G-BA), mit einem großen Erweiterungsbau am Karolinen-Hospital in Hüsten und einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 75 Mio. EUR soll dann Anfang des Jahres 2019 starten, sofern die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.