Palliativmedizin

Was ist Palliativmedizin?

Die Klinik für Palliativmedizin bietet umfassende, ganzheitliche Behandlung und Begleitung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen, sich weiterentwickelnden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung.

Hauptaufgabe der Begleitung ist es, durch eine individuelle Therapie die Lebensqualität der Patienten zu erhalten oder zu verbessern und den Betroffenen so ein möglichst erfülltes und beschwerdearmes Leben zu ermöglichen.

Palliativmedizin soll sich dabei nicht auf die letzte Lebensphase beschränken. Viele Grundsätze der Palliativmedizin sind auch in früheren Krankheitsstadien zusammen mit der Behandlung der Grunderkrankung anwendbar. Die Palliativmedizin lindert deshalb nicht nur körperliche, sondern auch geistige und seelische Leiden. Außerdem bietet sie Hilfestellung bei der Lösung sozialer und praktischer Fragen.

Im Fokus der stationären Palliativversorgung steht die Linderung von ambulant nicht beherrschbaren Symptomen, wie z. B. Schmerzen, Luftnot oder Angst.

Ziel ist es, dass Patienten nach einer Besserung der Symptome gut vorbereitet nach Hause zurückkehren können.

Die Station

Die Patienten sind in Einzelzimmern untergebracht. Klare Farben und Bilder in Kombination mit Möbeln in warmen Holztönen sorgen für eine wohnliche Atmosphäre. Fernseher, Tageszeitung, Telefon und Internetanbindung stehen zur Verfügung. Je nach Bedarf besteht die Möglichkeit einer Wunschkost. Begleitende Angehörige können direkt beim Patienten übernachten. In unmittelbarer Nähe der Zimmer befindet sich ein wohnlich eingerichteter Aufenthaltsraum.

Aufnahmekriterien für die Palliativstation

  • Es liegt eine fortgeschrittene Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung vor, die einer palliativmedizinischen Behandlung inkl. qualifizierter Palliativpflege bedarf.
  • Ambulant nicht beherrschbare Symptome, wie z. B. Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Ernährungsprobleme oder Unruhe- und Angstzuständen.
  • Der Patient ist mit der Aufnahme einverstanden und darüber aufgeklärt, dass eine heilende Therapie nicht möglich ist und i. d. R. keine lebensverlängernden Maßnahmen erfolgen. Diese werden nur durchgeführt, wenn sie die Lebensqualität des Betroffenen verbessern.
  • Das Vorliegen einer Patientenverfügung und/oder Vorsorgevollmacht ist wünschenswert.
  • Der Patient und die Angehörigen sind vor Aufnahme darüber informiert, dass nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer geplant ist und eine Entlassung nach Hause oder in eine andere Einrichtung nach Besserung oder Stabilisierung der Beschwerden angestrebt wird.
  • Es werden in der Regel nur erwachsene Patienten betreut.

Wer knüpft den Kontakt?

Die stationäre Aufnahme setzt eine Krankenhauseinweisung, z. B. des Hausarztes, voraus. Patienten können ebenso von anderen Kliniken direkt übernommen werden. Ein erster Kontakt kann auch durch Patienten, Angehörige, Pflegende oder Freunde des Betroffenen hergestellt werden. Die Kosten für die palliative Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Klinik für Palliativmedizin

Leitende Oberärztin Dr. med. Angelika Neuenfeld

Klinikum Hochsauerland
Standort Marienhospital
Nordring 37-41
59821 Arnsberg

Tel: +49 (0) 02931 870-241201
E-Mail: palliativmedizin@remove-this.klinikum-arnsberg.de