Kurzschaft-Endoprothesen

Aufgrund verbesserter Materialeigenschaften des Prothesenmaterials und der damit verbundenen längeren Standzeiten werden auch jüngere Patienten bei entsprechender Indikation mit Endoprothesen versorgt. Des Weiteren steigt die Lebenserwartung und viele Menschen bleiben auch über die Pensionierung hinaus körperlich hochaktiv. Beides kann unter Umständen durch die höheren Belastungen zu einer vorzeitigen Prothesenlockerung führen. Bei vielen Patienten wird daher die Endoprothese noch einmal gewechselt werden müssen. Häufig muss dabei ein größeres Implantat als das vorherige verwendet werden, um im gesunden Knochen verankert werden zu können. Daher ist es sinnvoll, bei der ersten Implantation kleinere Prothesen zu verwenden, die mit einem geringeren Knochenverlust als die konventionellen Implantate einhergehen. Auf der einen Seite bedeutet dies die Verkleinerung der Gelenkprothesen selbst, zum anderen meint man hiermit eine schonendere Implantationstechnik mit verkleinerten operativen Eingriffen. Je nach anatomischen Besonderheiten und individuellen Ansprüchen kommt hierbei die intramedulläre verankerte Kurzschaftprothese in Frage.