Darmkrebs (Kolonkarzinom, Rektumkarzinom)

Die Klinik ist federführendes Mitglied des durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Darmkrebszentrums Arnsberg:

Darmzentrum Arnsberg

Auf der Webseite des Darmzentrums finden Sie alle Informationen über die Organisation und die vielen Kooperationspartner, die alle Untersuchungs- und Behandlungsschritte von der Vorsorge bis zur Rehabilitation und Nachbehandlung abdecken.

Vorsorge

Die Darmkrebsvorsorge kann beim Hausarzt (Test auf Blut im Stuhlgang), in einer der internistisch/gastroenterologischen Kooperationspraxen des Darmzentrums oder der Klinik für Gastroenterologie und Innere Medizin unseres Klinikums erfolgen (Darmspiegelung=Koloskopie). Der Test auf Blut wird ab dem 45. Lebensjahr und die Vorsorgekoloskopie an  dem 55. Lebensjahr von der Krankenkasse bezahlt. Nach 10 Jahren kann die Vorsorgekoloskopie wiederholt werden.

Selbstverständlich werden Koloskopien bei allen Patienten jederzeit durchgeführt, wenn Symptome einer Darmerkrankung aufgetreten sind (z. B. Blut im Stuhl, Darmverschluss, Verstopfung usw.).

Diagnostik

Die Untersuchungen bei Patienten mit Darmkrebs sind je nach dem Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich. Selbstverständlich muss eine Darmspiegelung erfolgen, bei der ein Teil des Tumors entfernt und feingeweblich untersucht wird. Für die weitere Diagnostik stehen im Klinikum alle notwendigen modernen Untersuchungsgeräte und Untersuchungsmethoden zur Verfügung (Labor, Ultraschall, Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Feinnadelpunktion, Durchleuchtung usw.). 

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

Nach Abschluss der Untersuchungen werden die Ergebnisse in der interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt und von den Experten der verschiedenen Fachrichtungen (Gastroenterologie, Radiologie, Chirurgie, Strahlenheilkunde, Onkologie, evtl. Hausarzt) diskutiert. So wird sichergestellt, dass die neuesten und besten Behandlungsmethoden bei dem jeweiligen Patienten angewendet werden, jeder Patient also eine individuelle Therapie erhält.

In der Tumorkonferenz erfolgt eine erneute Vorstellung, wenn der Therapieplan aktualisiert werden muss, z. B. nach einer Operation oder nach Abschluss einer Strahlen- oder Chemotherapie.

Therapie

Die Therapie bei Darmkrebs erfolgt in unserer Klinik nach modernsten Gesichtspunkten. Die Operationen werden in der Regel laparoskopisch, also mit sehr kleinen Schnitten im Bauch vorgenommen. Durch die gute Sicht auf alle Details, erfolgt die Operation sehr genau und schonend. Dadurch blutet es während der Operation sehr wenig und es sind kaum Blutübertragungen notwendig. Auch die Erholung nach der Operation findet durch das minimalinvasive Vorgehen wesentlich schneller statt, unter anderem, weil nur geringe Schmerzen auftreten. Schon am Tag der Operation kann die erste leichte Mahlzeit (Joghurt) eingenommen werden. Wenn keine Probleme auftreten, dauert der postoperative Aufenthalt bei uns etwa eine Woche.

Um die Organisation der weiteren Behandlung, egal ob Chemotherapie, Rehabilitation oder beim Hausarzt kümmern wir uns selbstverständlich bereits auf Station, so dass Sie immer über die nächsten Schritte Bescheid wissen.

Nachsorge

Die Tumornachsorge wird durch unsere Klinik organisiert. Sie werden angeschrieben und erhalten ein Formular, auf dem die notwendigen Untersuchungen verzeichnet sind. Dieses Formular nehmen Sie mit zu Ihrem behandelnden Arzt, der die Untersuchungen durchführt und uns das ausgefüllte Formular zurücksendet. So sind Sie auch nach der Behandlung gut versorgt. 

Stand: 13. August 2015